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Ferientörn im Land der Folkeboote

 von Lars Bræstrup MARIA,  F DEN 1048

In unseren Ferien wollten wir mal den westlichen Teil der norddeutschen Förden und Buchten besuchen. Dort gibt es schöne Segelreviere, auf denen richtig was los ist. Lene und ich segeln seit vielen Jahren Folkeboot und genießen das einfache Boot, das so gut zu segeln ist. Mittlerweile segeln wir die MARIA F DEN 1048, ein Boot, das 1991 komplett aus Glasfieber gebaut wurde. Wir segeln gerne Regatten, aber wir können das Boot auch problemlos mit einer Sprayhood, einer Kuchenbude und mit vielen anderen Details ausrüsten, die das Tourensegeln bequemer machen. Wir haben einen Alumast und schätzen den Vorteil, Mastrutscher am Vorlik des Großsegels zu haben, die die Manöver einfacher und sicherer machen. Viele Jahre lang sind wir in unseren Ferien Richtung Norden gesegelt und haben sowohl Norwegen als auch Schweden besucht. Es war schon eine Weile her, das wir die deutsche Küste entlang gesegelt sind. Also planten wir 3 bis 4 Wochen für einen Törn in die norddeutschen Fjorde ein und freuten uns darauf, das Seglerleben und die Kultur dort kennen zu lernen.

Wir hatten eine schöne Tour über Dyreborg in die dänische Südsee nach Maasholm. Hier lagen wir zwischen vielen anderen Booten und auch ganz vielen Folkebooten. Dort gibt es einen Vercharterer mit fünf Holzbooten, die an Segler verliehen werden, die mal ein richtiges Holzfolke segeln möchten. Außerhalb Maasholms war viel Verkehr auf der Schlei und unter den vielen Booten waren auch mehrere Folkeboote. Wir kamen darauf zu sprechen, dass es hier viel mehr Folkeboote gab als in Dänemark und das fiel immer uns immer wieder auf in unseren Ferien an der deutschen Küste.

Wir setzten unsere Reise gen Süden fort Richtung Eckernförder Bucht und weiter nach Strande. Wir gönnten uns auf dem Weg eine kleine Wettfahrt mit Harald aus Schilksee. Wir hatten ungefähr die gleiche Ausstattung mit einem Alumast mit Mastrutschern im Großsegel und Barberholer an der Fock. Aber Harald kennt die Kieler Bucht besser als wir und kam als Erster an. Wir rundeten das Bülker Feuer und liefen während eines heftigen Regenschauers in den gemütlichen Hafen von Strande ein und fanden einen guten Liegeplatz. Hier gab es ja einen ganzen Steg dieser schönen Folkeboote! Die deutschen Folkebootsegler passen so gut auf ihre Boote auf und decken sie zu, wenn sie im Hafen liegen. Das sieht man in Dänemark nicht so oft. Ich konnte den ganzen Abend herumgehen und mir die vielen unterschiedlichen Details an den Folkebooten angucken. Ich hatte den Hafen schon früher mal besucht und wusste, das er so eine Art Folkebootezentrum ist. Am nächsten Tag gingen wir rüber zum Olympiahafen in Schilksee und hier waren wieder ganz viele Folkeboote. Und als wir auf die Förde guckten waren da auch mehrere Folkeboote auf dem Wasser. Die Deutschen segeln ihre Folkeboote! Hier wird der Segelsport aktiv betrieben und viele Segler verbringen richtig viel Zeit mit ihren Booten.

Wir segelten weiter hinein in die Kieler Förde bei einem frischen Westwind und freuten uns über die vielen Boote, die auf dem Wasser waren. Es hieß aber auch, gut Ausschau halten. Es gab nicht nur kleine und große Sportboote, nein, es gab auch große Containerschiffe, die einem kleinen Folkeboot nicht ausweichen. Wir machten einen schönen Schlag vorbei an der Schleuse Kiel-Holtenau und legten in Düsternbrook beim Kieler Yacht Club an. Hier lagen wir gut und es war alles in bester Ordnung. Von hier aus war es kein langer Weg hinein in die Kieler Altstadt und das genossen wir sehr. Es waren so viele Schiffe auf der Förde, darunter auch wieder Folkeboote… Das ist so schön zu sehen, dass die Leute ihre Boote segeln. Das war ein herrlicher Zwischenstop in Kiel mit netten Leuten und vielen Erlebnissen für Touristen und andere Besucher. Am nächsten Tag gingen wir Richtung Norden zum Hafen in Wik südlich von Holtenau, und auch hier lagen mehrere Folkeboote. Das ist toll zu sehen, das es hier überall Folkeboote gibt!!

Später am Tag segelten wir gen Norden an der Ostseite der Förde entlang und passiertendie die Häfen von Mönkeberg und Möltenort. Wir setzten den Kurs ab auf den Hafen Laboe. Hier fanden wir einen Platz mitten unter den hier beheimateten Folkebooten. Echte Ferienstimmung machte sich breit: Es war Sonntag und Sommerstimmung überall, ein super Sommertag und es war eine Menge los. Wir schlenderten über die Strandpromenade hinüber zum Marine-Ehrenmal und überall standen kleine Stände und Bierbuden. An diesem Tag wurde das Finale der Fußball Europameisterschaft gespielt, daher wurde es an diesem Abend ein wenig später. Hier in Laboe gab es viele schöne Schiffe zu gucken, sowohl moderne als auch klassische, für einen Bootsbauer gab es also eine Menge zu entdecken.

Nachdem wir das Nötigste eingekauft hatten, setzten wir Vollzeug und steuerten auf die Landspitze beim Bülker Feuer zu. Als der Wind aus West-Süd-West auffrischte, refften wir das Großsegel und stiegen ins Ölzeug. Die Sonne kam und ging … und der Regen auch während wir von der Landspitze beim Stoller Grund bis zum Marinestützpunkt in Eckernförde bei 10 bis 12 Metern pro Sekunde gegenan kreuzen mussten, eine nasse Angelegenheit. Der Wind kam in Böen, da passte es gut mit dem gerefften Großsegel. Nach vielen Wenden und Wellen kamen wir beim Marinestützpunkt um die Ecke und konnten einen Schrick auf die Schoten geben. Wir sahen, wie zehn Fallschirmspringer aus einem Flugzeug sprangen, das langsam vorüberflog. Sie landeten im Wasser ca. eine halbe Seemeile hinter uns und wurden von einem RIB Boot aufgelesen. Wir beschlossen, in den Stadthafen auf unserer Backbordseite einzulaufen und bekamen einen guten Liegeplatz in Lee der Wellen und der Dünung. Hier blieben wir ein paar Tage und nutzten die Gelegenheit, den Segelclub auf der Nordseite zu besuchen. Hier lagen zehn ganz feine Folkeboote mit vielen interessanten Details. Das ist eine beachtliche Flotte, und was ich so in der Folkenews lese, werden die Boote aktiv gesegelt.

Wir segelten weiter nordwärts an der Küste entlang, an Damp und Schleimünde vorbei und weiter hinein zu einem Zwischenstop bei Anchers Yachting. Hier lagen wir sehr schön und es war nicht so weit in die Stadt und zum Einkauf. Es ist viel los auf der Schlei und es gibt viel zu entdecken. Wir setzten unsere Reise fort durch die Brücke bei Kappeln und legten in Grödersby bei Arnis an. Hier wird die Tradition der Holzbootsegelei hoch gehalten und für mich gab es eine Menge zu gucken. Und wieder sahen wir 12 bis 15 Folkeboote in der Gegend und freuten uns, wie vieler Segler hier auf das kleine Segelboot mit den guten Segeleigenschaften setzen. Eine interessante Umgebung ist das hier in Arnis und auch die Häuser sind alle so gut erhalten.

Eigentlich wollten wir bis Schleswig segeln, aber die Wetteraussichten versprachen kein gutes Wetter und zu Hause hatten wir noch einginge Dinge zu erledigen, also segelten wir zurück nach Maasholm. An mehreren Orten kamen wir mit anderen Folkebootseglern in Kontakt, wir tauschten Ideen aus und guckten uns unsere Boote an, wir profitierten also richtig gut von dem Netzwerk der Folkebootsegler. Am nächsten Tag segelten wir bei Südwestwind hoch um das Skoldnæs Feuer und konnten Søby anlaufen. Von hier aus ging es über Revkrog auf Avernakø erstmal nach Hause.

Nach ein paar Tagen zu Hause in Svendborg liefen wir wieder aus und segelten westwärts und freuten uns über unseren Gennaker und schließlich fanden wir einen tollen Ankerplatz bei Bøjden in der Helnæsbucht. Am nächsten Tag machten wir eine schöne Tour um die Nordspitze von Als herum und kamen zu einem anderen schönen Ankerplatz in Sandvig auf der Ostseite der Alsfjordes. Hier liegt man gut bei östlichen und südöstlichen Winden. Wir trafen uns mit Familienangehörigen in Sønderburg und segelten gemeinsam Richtung Langballigau. Und hier legte ein Folkeboot unter Segeln an… Ja, so macht man es richtig! Von hier aus ging unsere Tour weiter nach Flensburg und wir genossen das Leben dort. Hier liegen viele schöne Boote und das Leben pulsiert am Hafen und in der Stadt. Später dann kamen wir nach Glücksburg und hier gibt es Folkeboote! Eine lange Reihe fällt einem ins Auge und kündet von der Leidenschaft und der Freude an diesem Boot. Es gab eine Menge zu gucken und ich kam mit einigen der Eignern ins Gespräch. Hier ist richtig was los und die Klasse gedeiht prächtig. Nach einem kleinen Spaziergang in der Umgebung verließen wir dieses Folkeboot-Mekka und segelten an den Ochseninseln entlang nach Gråsten. Unser Törn ging weiter über Marstal, Strynø, und Rudkøbing heim nach Svendborg. In Marstal lagen sechs Gast-Folkeboote, von denen vier aus Deutschland waren.

Wir konnten auf unseren Törns sehen, dass die Deutschen ihre Boote viel mehr zum Tourensegeln als wir es in Dänemark machen. Und es gibt mehr Leidenschaft, eine längere Tour in diesem relativ kleinen Boot zu machen. Wir treffen nicht oft Dänen mit Folkebooten auf unseren Törns und ein großer Teil der Segler, die wir in Dänemark treffen, sind aus Deutschland. Wir haben das sehr genossen zu sehen, wie weit verbreitet das Folkebootsegeln in Deutschland ist und wie eifrig die Boote gesegelt werden.

Man kann sich gut bei einer Segeltour in den norddeustchen Förden, Buchten und Häfen inspirieren lassen, es ist eine Bereicherung für die Klasse und es nutzt der Seglergemeinschaft. Hier gibt es sowohl GFK als auch Holzboote, gut erhaltene und gut ausgestattete. Wir haben regelrecht gespürt, wie sehr die Deutschen das Folkeboot schätzen und es genießen, es zu segeln. Wir freuen uns schon darauf, die deutschen Segler in ihrem Heimatland ein anderes Mal besuchen zu können.

Fotos vom Autor
Übersetzung aus dem Dänischen: Vincent Büsch

Will noch jemand etwas Wasser

Wahre Sternstunden des Folkebootsegelns: Wie JUNA Chiemseesegler am Kalkgrund vom Folkeboot überzeugte.

von Vincent Büsch

Junatour 01 400Es gibt so (Segel-) Tage, an die denkt man zurück und denkt nur so: bähm!! Also wie soll man daraus einen Artikel schreiben?

Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, den Sonntag über abwechelnd zu entspannen und mich darüber aufzuregen, dass mein Außenborder nicht funktionierte. Der querulantische Quirl meiner CARA hatte sich partout nicht starten lassen und so konnte ich nicht zur Sternfahrt nach Schleimünde aufbrechen, wo sich am Samstag Abend auf Einladung von Swantje mehrere Folkeboote zum gemütlichen Abend versammelt hatten.

Doch über WhatsApp erreicht mich Swantjes Anfrage: „Moin, moin … Ist ziemlich Druck in der Luft. Willst du spontan als No. 4 mit?“ No. 2 und No. 3 hatte ich schließlich angeheuert: Wiebke hatte ich dieses Jahr Ostern auf einem Rügentörn kennengelernt und sie war mit ihrer Freundin Christine aus Bayern angereist, um in Husum ihre Familie zu besuchen. Wenige Tage vorher hatte Wiebke mich gefragt, ob ich ihr am Wochenende zu einem Segeltrip auf der Ostsee verhelfen könnte und da hatte ich ihr die Nummer von Swantje gegeben. Aber vor Swantje und der JUNA lagen 30 Meilen bei 5 Bft. gegenan von der Lotseninsel nach Glückburg.

Ich also rein in die Segelklamotten, kurz noch Ölzeug für die Gäste von der CARA geholt und ab nach Maasholm, wo die Fähre zur Lotseninsel fuhr. Wiebke und Christine ließen sich von Wiebkes Eltern, die sich eigentlich auf einen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gefreut hatten, nach Kappeln bringen und um 12.30 waren wir startklar. Aber eine Kaffeetour erwartete uns nicht.

Swantje machte ihre Crew mit dem Boot bekannt. Wie werden die Segel gesetzt, was ist bei einem Langkieler zu beachten und wie stellt sie sich das Ablegemannöver vor. Wiebke und Christine segeln auf dem Chiemse mit Christines Dyas, haben aber beide auch Hochseeerfahrung auf Yachten. Sie freuten sich auf einen Törn bei stabilem Wind auf der Ostsee. Von den größeren Familienyachten blickten uns nicht nur große Kinderaugen an: Wie, die laufen aus? Die Fallen in dem kleinen Hafen auf der Lotseninsel pfiffen im Wind.

Ein tolles Erlebnis bei sechs Bft. uaf der Flensburger FördeDer Wind kam aus Nordwest und da die JUNA mit dem Bug Richtung Schlei lag, wollten wir uns an den Dalben treiben lassen und unter Segeln auslaufen. Der Motor lief nur zur Sicherheit mit. Aber das Boot drohte, seitwärts in die Box zu drehen und so schob Swantje doch den Gang rein und wir setzten die Segel gleich hinter der Mole. Eine Halse und die JUNA fuhr aus der Schlei hinaus auf die offene See.

Wir gingen hart an den Wind und schon kam der Leuchtturm Falshöft in Sichtweite. Die ersten Spritzer, die ins Cockpit flogen, wurden noch mit launigen Kommentaren begrüßt. Da der Wind etwas westlich kam, konnten wir anfangs fast parallel zur Küste segeln, aber als wir wegen der nördlichen Böen zu weit auf die Ostsee raustrieben, wendeten wir. Christine saß an der Pinne und machte sich mit den Steuereigenschaften des Folkebootes vertraut. Ich hielt mich an der Fockschot fest und hatte den Eindruck, bei den größer werdenden Wellen waren meine 95 Kilo auf der Kante mittschiffs eine gute Investition. Wiebke packte die Käsestullen aus und Swantje behielt mit ihrem Hand-GPS die Navigation im Auge. „Liquid Sunshine“ nannte unsere Skipperin das, was auf auf uns zukam: Flüssigsonne. In diesem Jahr auch in Norddeutschland ein eher seltenes Phänomen. Bei den ersten Regentropfen guckten wir uns skeptisch an: Ein tolles Segelwetter hatten wir uns da ausgesucht. Als wir Falshöft querab hatten, zog sich der Regen zu einer dicken grauen Wand zu sammen. Die dänischen Inseln waren nicht mehr am Horiznot zu sehen. Das ist dann schon ein wenig unheimlich und hat so etwas von Nebel von Avalon, wenn man auf einmal gar nichts mehr sieht. Aber der Himmel klarte auf und weiter ging unsere Tour Richtung Flensburger Förde.

Swantje, die auch viel alleine segelt und das Revier im deutsch-dänischen Grenzgebiet gut kennt, hatte entschieden, das wir nicht zu früh Richtung Außenförde wenden sollten, sondern einen langen Schlag in die Sonderburger Bucht hinein machen sollten. Der Kalkgrund ist zwar tief genug, um mit 1,20 m Tiefnag darüber zu segeln, er ist aber flacher, als die umliegenden Gewässer. Bei viel Wind führt das dazu, das die Wellen steiler werden und auch brechen. Kein guter Untergrund für eine Segeltour. Auf der Strecke am Leuchtturm Kalkgrund vorbei Richtung Sonderburger Yachthafen wurde es richtig schön ungemütlich. JUNA lag auf der Seite, das Wasser rauschte in Lee die Scheuerleiste entlang. Der Wind hatte in Böen sechs Bft. erreicht und das Boot legte sich noch tiefer. Da galt es, immer eine Hand am Traveller zu haben, um den Druck aus dem Segel zu nehmen. Die Wellen hatten auch noch ein Wörtchen mitzureden. Sie hoben das Boot und setzen es ungefähr auf der Kursilinie wieder ab, sie klatschen gegen den Bug und durchspülten das Cockpit, so dass wir ab und zu mal die Bilge auslenzen mussten. Als ich am Steuer saß, konnte ich spüren, wie schwierig es ist , die Wellen richtig einzuschätzen, aber nach einer Weile ging es schon etwas besser von der Hand. Ich lernte die geschwungene Steuerbank der JUNA zu schätzen. Damit hat man einen super Halt für die Füße, wenn man an der Pinne sitzt. Buddahgleich ruhte mein Körpergewicht jetzt auf dem Oldmen‘s Seat. Aber gerade als es am Steuer gemütlich wurde, erwischte uns eine rießige Welle, die das Cockpit unter Wasser setzte. Bei dem Wetter bestraft der Kalkgrund jede Unachtsamkeit mit einer salzigen Dusche. Aber wir hatten uns auch schon an die Einschläge gewöhnt. Das Wasser der Ostsee hatte immer noch seine 22 Grad, ja, es war tatsächlich pisswarm, was da über die Bordkante schwappte.

Als ich wieder am Niedergang stand wollte ich mich um die Verpflegung der Damen kümmern, die vergnügt auf der Kante den Gewichtstrimm besorgten. Der salzige Geschmack im Mund ging mir so langsam auf den Senkel und in der Fallentaschen steckten Wasserflaschen. Just in dem Moment brach eine Welle ins Cockpit, die die drei ordentlich durchspülte. „Will noch jemand etwas Wasser?“ Fragte ich, unschuldig, wie es meine Art ist. „Danke, geht gerade“ und „eh, nein?“ kam als Antwort von oben.

Es war halt Folkebootsegeln im besten Sinne : Ein tolles Naturerlebnis.

Meer segeln mit dem Folkeboot - von Dänemark bis Norwegen

von Bernd Miller, KLEINER BLAUPFEIL, F GER 998

Nicht nur der KLEINE BLAUPFEIL F-GER 998, auch der alte T4-Pritschenwagen läuft und läuft...und hat uns wieder vom Bodensee über alle Berge nach Grenåa gezogen – unser schon bewährter Ausgangshafen am Meer (s. „Schtoinersegeln“ in der FN 4/14 und 1/15).

RB2018 F99811Wir segeln mit Stopp in Anholt über das Kattegatt nach Schweden – durch die Schärengärten und teilweise bei hoher Welle übers offene Skagerrak bis nach Norwegen, aber für Oslo war die Urlaubszeit zu kurz. Zurück über die Koster-Inseln – das Highlight der Reise! - wieder durch die Schären und über Læsø nach Dänemark zurück. In diesmal leider nur 4 Wochen haben wir fast 500 sm geloggt, davon 3 Std. mit 3,5 PS und 3 Std. im Schlepp vom WASSERMANN, die Comfortina 32 unserer Freunde Norbert und Josefine, die am Bodensee mit der F- GER 635 dabei waren.

Nachfolgend wieder einzelne Auszüge aus dem Logbuch:

Sa 1. Juli Grenåa - Anholt
Der Wetterbericht verspricht für heute ein kurzes segelbares Fenster im Gebläse und wir wollen nicht gleich zu Beginn der Reise versacken, sondern lieber für die nächsten Tage im Paradies Anholt eingeweht sein. Das bewährte Sturm-Groß ohne die Ausladung im Achterliek reicht für 5 bis 6 kn Marschfahrt völlig aus – bloß kein Streß gleich am Anfang! Bei herrlicher Sicht auf See und viel Platz im Hafen (24 Boote) bleiben Navy und Außenborder eingepackt. Dann der Schock am Steg: „Wo ist der Stecken (norddeutsch: Ausbaumer)?“. Beim Sicherheitscheck vor dem Lossegeln habe ich noch die Wanten abgetapet – vorher natürlich den Stecken gelöst … und liegenlassen. Krängung und Wellen haben den Rest erledigt. Der Frust wurde in handwerkliche Tätigkeit umgesetzt und ein möglichst gerader Eichenstecken musste geschnitzt, gesägt und mit kleinen Schäkeln bestückt werden. Erst kurz vor der IDM in Lindau habe ich ihn durch einen schönen neuen Stecken aus Bambus ersetzt. Zum Sonnenuntergang auf der Mole um 22:10 Uhr (!) Ist die Welt wieder in Ordnung.

So 9. Juli Lilla Kornö - Havstenssund
Wir sind schon um 7:00 Uhr fit und machen Frühstück auf dem Steg vor dem Boot in der Sonne mit der senkrechten Felswand im Rücken. Dann werden Karten gewälzt und Ziele gesteckt: maximal die südliche Koster-Insel Ramsö - mit 2 Alternativen unterwegs. Weil es viel gegenan zu kreuzen gibt, setzten wir Vollzeug – bei angesagten 4 bis 5 (max 6) Bft. nach Norden abflauend sollte das kein Problem sein. Gleich um die Ecke wird klar: falsche Entscheidung!- oder doch die richtige, weil wir gegen die Nordseewelle z.T. Nur 3 Kn laufen? Als wir aus der Abdeckung der Schären ganz raus sind, türmen sich Wellenberge auf, die wir bis dahin noch nie mit dem Folkeboot erklommen haben. Wir gehen auf Halbwind und ich habe echt Muffe vor dem Querschlagen und Vollaufen, was aber Dank der genialen Konstruktion nicht passiert – nur ab und zu eine ordentliche Pütz in`s Boot. Ich kann den Blick auf die Felsformationen um Smögen gar nicht richtig genießen. Vor uns taucht immer wieder der 10 m kleine WASSERMANN zwischen den Wellenbergen auf – wie verloren muß da erst das Folke aussehen? Beim krampfhaften Versuch, den kleinen Ausschnitt auf dem Kartenplotter mit einer der zahlreichen, alle gleich aussehenden Seekarten - alles blau, zwischendurch große Felsen und „Stoiner“ - in Deckung zu bringen, verliere ich die Orientierung und mir wird saumäßig schlecht! Besser, ich halte die Pinne fest und Isolde navigiert. Wir haben das Tuch getrimmt, wie ein Brett – der Traveller ist in Lee am Anschlag. Hier darf man sich nicht vorstellen, dass irgedetwas kaputt geht. Der im Meer auf einem Felsen stehende,von der Brandung umspülte Leuchtturm „Väcker“ weist den Weg in den geschützten Havstensund. Wir ändern den Kurs und surfen jetzt regelmäßig mit über 10 kn auf den Walzen – die Kämme fangen an zu brechen. Im Inneren der Schären beruhigt sich die See, aber wir rasen immer noch mit einem Affenzahn in den Sund. In einem Kolk vor der Engstelle kringeln wir und bergen die Segel – der Außenborder läuft auf den 1. Zug. Wir legen uns ins Päckle an den WASSERMANN am Steg. Später kommt ein norwegischer Collin Archer von 1880 mit gebrochener Saling an den Steg. Sie haben tagelang eine Oldtimer-Regatta geführt und mussten aufgeben – Reparatur geht vor.

Am nächsten Morgen kommt kurz vor 8:00 Uhr die Bedienung vom Schiffsladen mit wehendem Haar und Zahnbürste im Mund mit Vollgas mit dem Außenborder um`s Eck geschossen – nur im Zenith der Steilkurve wird die Zahnreinigung kurz unterbrochen – just in Time!

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Di 11. Juli – Strömstad - Skjaerhalden
Nachdem ich gestern Abend mit meinem seit der Studienzeit gehegten Reiseziel „per Boot nach Norwegen“ so kurz vor der Grenze alle Mitsegler überzeugen konnte, mussten wir neben dem üblichen Proviant Bunkern noch zwei Norwegische Gastlandsflaggen auftreiben....Draußen nähern wir uns einem unsichtbaren, bodenseetiefen Graben, der die Seegrenze zwischen Schweden und Norwegen bildet. Bei 58°58,5` nördlicher Breite kippt Isolde einen Schluck Sherry über Bord und ich setzte die Flagge. Von Norwegen haben wir nur sehr dürftige Hafenliteratur auftreiben können und wählen einen Ort am Ufer, wo der Plotter zumindest Stege anzeigt. Wegen der massenhaften „Stoiner“ und Untiefen segeln wir in einem großen Bogen den in der Karte vorgeschlagenen Leuchtturm- und Tonnenweg und finden nach der traumhaften Einfahrt die Marina „Skjaerhalden“ auf den Insel Kirköy mit vielen freien Plätzen. Wegen der erstmals auch nach unten gestaffelten Preise ist das Folkeboot heute nicht länger, als 7,5 m. Beim Stadt- bzw. Dorfbummel gibt`s megagroße „Eiskugler“ und wir finden einen tollen Aussichtsweg zum Leuchtturm. Dann gibt`s Bier, gebratenen Dorsch mit Pellkartoffel, Salat, Rotwein....

Mi 12. Juli – Skjaerhalden – Vettnet (Nord-Koster)
….Richtung Süden geht es nach nur 9 sm Rauschefahrt mit Rumpfgeschwindigkeit nach Nord-Koster. Die gesamte Inselgruppe ist ein Naturreservat. Bei der tagesfüllenden Wanderung von dem malerischen Fischerdorf Vettnet um die Insel bietet jeder Blick auf`s Meer völlig neuartige, andere Landschaftsbilder: Im Osten bewachsene Schilfbuchten, im Norden der Sandstrand mit den Felsformationen, im Westen die riesige eiszeitliche Endmoräne „Klapperstenfeld“. Auf dem Rückweg geht es durch einen Kiefernwald mit eigenartigen dickborkigen Birken und Eichen mit riesigen Blättern, bevor wir am Kostersundet in ein Touri-Kaff mit 5-er Schiffspäckle eintauchen. Da haben wir mit unserer Bucht neben Saltholmen die bessere Wahl getroffen. Nur der Nord-Wind zerrt am Anker und später zieht ein Gewitter durch, das den Himmel und die Felsen nacheinander in allen Farben leuchten lässt.

RB2018 F99817Do 13. Juli – Vettnet (Nord-Koster) – Ursholmen (Süd-Koster)
….Wir segeln ohne Welle in den geschützten Schärengärten und können schon von weitem die zwei Leuchttürme von Ursholmen sehen – wir müssen allerdings noch durch ein Labyrinth aus Felsen – auf einem davon räkeln sich zahlreiche Robben. Wir segeln eine große S-Kurve, schleichen uns erst von Osten an, dann von Norden zur einzig möglichen Einfahrt zwischen den Steinen. Wo es genau reingeht, sieht man erst auf den allerletzten Augenblick. Zum Überblick fährt das Kursdreieck auf der Seekarte mit – die Feinsteuerung geht nur mit dem Plotter. Nie wären wir da sonst reingesegelt! Nach dem Einprägen der Untiefen im Kolk zwischen Innre und Yttre Ursholmen kommt der Plotter weg - die Segel runter – der Motor an – Lücke am Fels peilen, - Anker im Abstand 25m + Bootslänge fallen lassen – Einbremsen und Landverbindung an Felshaken herstellen. Die Insel ist in vieler Hinsicht extrem faszinierend und zusammen mit Nord-Koster das Highlight der Reise! Die wollsackverwitterten Gneisfelsen mit Schleifspuren aus der Eiszeit, die dunklen Diabas-Streifen mit Zerfall in Riesen-Würfel, die tiefen Schluchten, die „Bolderfields“ mit runden Steinen aus Oslo, die Hofsiedlung mit den Kartoffel-Stein-Iglu-Mauern. Als Krönung auf der Aussichtshöhe die Leuchttürme – extra doppelt, damit man sie als einzigartig erkennt. Draußen, außerhalb der Schärengärten hat sich die Dünung im Skagerrack aufgebaut. Die äußeren Felsen bekommen die volle Breitseite ab und gischten – ein gigantischer Ausblick bis an die lange norwegische Küstenlinie!

Di 18. Juli – Kungshamn - Rörö
….Wir sind nicht die einzigen, die zwei Tage eingeweht waren und jetzt wegen der alten Nordseewelle innen durch die Schären wollen. Es geht teilweise zu, wie auf der Autobahn – mit rücksichtsvollen und auch -losen Motorbratzenfahrern. superinteressante Strecke, die aber volle Konzentration erfordert. Die höchste Stufe im Plotter ist nötig, um zu entscheiden, welcher Fels wo umsegelt wird – da geht leicht der Überblick verloren – es geht hier viel zu schnell, aber mit Glück bleibt alles heil. Auf dem offenen Seestück nach Marstrand segeln wir mit der alten Welle mindestens Rumpfgeschwindigkeit.

Fr. 21. Juli – Læsø - Bønnerup
Kaum sind die Tücher oben, fängt es wieder an zu Pissen – wir haben eine weite Strecke hart am Wind vor uns und der Wetterbericht sagt 8 - 10 m/s Richtung Süden nachlassend voraus, das sind 5 Bft. Daher der Fehler mit Vollzeug – hätten wir nur...Der Wind alleine wäre ja gar kein Problem – Böen mit 7 - 8 Bft gehen auch mit weggetrimmten Segeln, aber die Brecher gehen jetzt immer wieder über alles drüber und sind auf die Dauer zermürbend. Das Schiebeluk würde auch bei einem Strahl aus dem Feuerwehrschlauch nicht mehr abdichten. Das Salzwasser läuft an der Leedecke über`s Schwalbennest auch in meine nach vorne gerückte Matratze. Dann 2 mal hintereinander ein lauter Knall und das Achterliek vom Groß klingt mit 2 Segellatten weniger wie ein Hubschrauber. Ich muss es etwas dichter nehmen, damit es nicht zerfetzt – das gibt aber einen Ruderdruck, bei dem ich fürchte, dass die Pinne bricht. Mit dem Sturmgroß wäre alles besser...Ich kann auch nicht weg von der Pinne, weil ich sonst sofort das Kotzen kriege. Also stoisch über Stunden – zig Stunden durchhalten. Seeleute müssen geduldig und zäh sein! Die physische und psychische Anstrengung ist sehr groß – wenn was kaputt geht, haben wir ein massives Problem. Alles hält aber und als die Windmühlen von Bönnerup in Sicht kommen, nimmt die Windstärke und die Wellenhöhe ab – wir telefonieren mit der Besatzung vom Wassermann – die haben wegen der Untiefen über 70 sm geloggt und kommen ¼ Std. später an. Der Hafen ist genial – 2 Vorbecken zum Segelbergen, 2 weitere Einfahrtsbuhnen und dann erst die Steganlage (da hat es wohl öfters Wind). Vor dem Abendessen noch die notwendigsten Drainagearbeiten – wir sind nach über 11 Stunden völlig erschöpft. Trotz mehrfachem Auspumpen der Bilge unterwegs ist nicht nur das Gemüsefach, sondern auch das Batteriefach eben voll mit Salzwasser – das Ladegerät ist gehimmelt. Jetzt läuft unser Elektro- „Öfele“ auf Vollgas.

 

RB2018 F99803Mi. 28. Juli – Lindau - Nonnenhorn
Nach dem Einkranen in Lindau am Bodensee will mein 81-jähriger Vater trotz Starkwindwarnung wie immer mit zum Heimathafen Nonnenhorn. Wir segeln waschbord, spitzen mit dem Bug in die zu kurzen Wellen ein, die Gischt spritzt über`s Deck und Horst fragt, wozu wir denn an`s Meer fahren. Vielleicht lassen die Bilder den Grund erahnen.

 

Bernd Miller
F GER 998 Kleiner Blaupfeil

Ein Sommer mit HABIBI

Strande- Damp- Höruphav- Dyvig- Middelfart

Wochenlange akribische Planung, herrlicher Wind, tolles Wetter, endlich laufen wir mit "Habibi" aus der Strander Bucht aus und starten unsere lang ersehnte Tour Richtung Dänemark.

Wir, das sind Christoph, begeisterter Sunseeker- Fahrer und ich- zwar auf einem Folkeboot aufgewachsen, aber null Erfahrung im alleinigen Umgang mit dem Schiff.
Nach wochenlangem Training, Aufschiesser hier und da, von einem Hafen zum nächsten unter Motor, Mann- über- Bord Manöver etc, nun mussten wir das Ganze nur noch in die Tat umsetzen...

 

 

 

 

Fazit der Tages:
Ist der Segler früh dabei, bleibt er abends sorgenfrei.

Nach einer überraschend gemütlichen ersten Nacht (trotz oder gerade wegen getrennter Kojen?) und einem ausgedehnten Frühstück packte uns nach der Erkenntnis des Vorabends der Übermut, den Hafen vor allen anderen zu verlassen und dabei vor allem nicht den Motor zum Einsatz kommen zu lassen. So gut unser Manöver geklappt hatte, so sehr hatten wir an unserer nächsten Aktion zu beißen, die gleich doppelte Ladung für die nicht vorhandene erste Bewährungsprobe war: Bei recht kräftigem Südwind ist Christoph, mittlerweile zum Matrosen aufgestiegen, mit wachsamem Auge das etwas lockere Vorstag aufgefallen, welches sich durch einen gebrochenen Bolzen gelöst hatte. Bewährungsprobe für Mensch und Material auf Höhe Falshöft. Nach Abschluss der provisorischen Reparaturarbeiten gab es ein – Gott sei Dank- noch gekühltes, zollfreies Dosenbier zur Beruhigung der sehr aufgewühlten Gemüter.

Angekommen in Höruphav war ein kurzer Fußmarsch nach zwei Tagen 3- B- Ernährung (Bier- Bouletten- Brötchen) bei Wind und Welle nach Sonderburg eine willkommene Abwechslung. Leider entpuppten sich die gemessenen 6km als gefühlte 20km und die frisch eingetauschten Kronen wurden in eine Busfahrt zurück nach Höruphav investiert- aber wir sind ja schließlich auch zum Segeln gekommen und nicht zum Wandern!

Zurück am Boot fachsimpelt man unter Folkeboot Seglern über alles Mögliche, aber vor allen Dingen hilft man sich auch gegenseitig aus. Unser provisorisch reparierter Bolzen wurde fachmännisch repariert und hat für die restliche Fahrt sicher gehalten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön nach Hamburg.

 

Fazit der Tages:
Mit Ruhe, Gelassenheit und dem seglerischen Zusammenhalt löst man jede Herausforderung.

Nach zwei Tagen erster gemeinsamer Seglererfahrung, gutem Timing und einer Portion Glück haben wir die Aalsensund- Brücke unter Segeln passiert- wer braucht schon einen Motor?!
Trotz Vorsprunges auf alle anderen Schiffe durfte der erste Matrose nicht ruhen und wurde ununterbrochen aufgefordert, Niederholer und Unterliek Millimeter genau zu justieren- man hat im Folkeboot schließlich einen Ruf zu verlieren!
Allein um unser nächstes Ziel Dyvig zu sehen lohnt es sich jedoch den Aalsensund hochzuarbeiten. Schon die 3m schmale Durchfahrt – ein Meter, wenn einem noch ein größeres Schiff entgegen kommt- signalisiert die Besonderheit des Hafens- allerdings wollen wir hier auch nicht zu viel verraten; diese Stimmung muss man wirklich auf dem eigenen Folkeboot erlebt haben. Es lohnt sich!!!

 

Fazit:
Insider Tipps sind immer noch die besten!

Den Lille-belt bei wunderschönem Wetter überquerten wir am nächsten Tag, ein wenig mehr Wind wäre wünschenswert gewesen- allerdings sind wir so endlich dazu gekommen, unseren Linseneintopf zu kochen und uns die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. So dümpelten wir langsam aber sicher Richtung Ärösund und mussten am Ende des Tages doch noch den künstlichen Antrieb hinzuziehen. Motor war halt doch keine so schlechte Idee.
Der Fährhafen auf Ärö ist schon an sich ein kleines Highlight- wobei klein hier betont werden muss, passt aber somit ganz gut zur Insel, die wir sogleich bei einer abendlichen Joggingtour umrundet haben.
Bei der Rückkehr zum Boot wurden wir mit einem norddeutschen „Moo-hoin“ von unseren Päckchen- Nachbarn aus Damp empfangen, die witzigerweise exakt dieselbe Strecke mit kleinen Abkürzungen wie wir gesegelt waren.
Unsere guten Vorsätze, auf die 3- B- Ernährung zu verzichten, wurden schnell über Bord geworfen und der Abend endete früh morgens mit einem Turnstück (Bewährungsprobe Nr. 3) von dem Hamburger Schiff.

 

Fazit:
Folkeboote liegen perfekt auf Steghöhe, um sich auch nach lustigen Seglerabenden nicht die Knochen zu brechen- und falls man doch fällt, landet man Dank der Schwerkraft ohnehin an Deck.

Auch wenn der erste Matrose nach harter Nacht noch gerne seine Koje gehütet hätte, bestand der Kapitän mal wieder darau,f das erste Boot auf der Piste zu sein. So ging es dann mit schneller Überfahrt nach Middelfart, wo wir endlich unsere Bouletten gegen einen ersten wohl verdienten Hotdog eintauschen konnten.
Den letzten Abend unseres ereignisreichen Kurztrips haben wir uns zwei saftige Steaks vom örtlichen Metzger auf unserem Zwei- hand- breiten Minigrill gegönnt und konnten uns mit letzter Kraft und unzähligen Verteidigungsmanövern gegen die Möwenschwärme bewähren, die ein Auge auf unser Abschlussessen geworfen hatten.
Wie in jedem Urlaub gingen die Tage unwahrscheinlich schnell rum, trotzdem hatten wir sehr viel Spaß auf dem VW- Käfer der Meere, wo noch ehrlich gesegelt und spartanisch gelebt wird, und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal beim Eigner Egon für seinen Mut und sein Vertrauen.

 

Fazit der Woche:
Im kommenden Jahr mehr Zeit nehmen!

PS: Für alle, die sich fragen, warum unsere Tour im Norden endete und wir das Schiff nicht zurückgesegelt haben:
Natürlich haben wir "Habibi nicht im Stich gelassen. Wegen der schlechten Wetterbedingungen haben wir sie nach Kiel zurück getrailert.

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